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Es gibt keine Zufälle – Bootcamp, NLP-Seminar & kleine Wunder

Was für eine aufregende Zeit das gerade ist! Schon wieder sind zwei Monat vergangen, mit tollen Hochs und ein paar tiefen Tiefs. Lebendig und manchmal überwältigend, wie die Wellen des Meeres.

Kleiner Rückblick: Mitte März hat mich das Corona-Virus dann doch nach zwei Jahren drum rum kommen erwischt. Zwar symptommäßig nicht so schlimm wie manch anderen, aber dafür gefühlt endlos – diese Ungewissheit, wann das ganze überstanden ist, und die soziale Zwangsisolation hat richtig an meinen Nerven gezerrt. Eigentlich ein schöner Moment um Hingabe und Vertrauen zu üben, was mir ehrlich gesagt nicht immer gut gelungen ist. Dann ich hatte doch große Pläne für April (mein NLP-Seminar) und wollte meine Arbeit doch in Würde zu Ende bringen und nicht wegen Krankheit ausfallen.  

Ende März fand ein kostenloses „Online Bootcamp für Gründerinnen“ von Kristin Woltmann statt. Diese wurde mir von einer lieben Freundin empfohlen, die meinte ich sollte mir ihre Arbeit unbedingt mal anschauen, weil wir sicher auf der gleichen Wellenlänge schwingen. Also war ich sofort dabei, neugierig was ich hier zum Thema Selbstständigkeit lernen kann. 

Am ersten Tag hatten wir die Aufgabe mittels eines 8-Schritte-Plans Klarheit für unsere unternehmerische Vision zu finden – denn sie ist das Gerüst auf dem alles Folgende steht und wenn unser „Warum“ stark genug ist, dann lassen wir uns nicht von kleinen Herausforderungen auf dem Weg aus der Bahn werfen. Vor allem Dingen ging es darum herauszufinden, warum uns gerade dieses Thema so am Herzen liegt. Was es mit uns zu tun hat. Welche Sachen wir in unserem Leben schon gemeistert haben, dass wir nun unsere Erfahrungen nutzen können, um anderen mit unserem Angebot zu helfen. 

Ich hatte vorher schon einen groben Plan im Kopf was ich anbieten könnte, aber nach dieser Übung wusste ich dann voller Euphorie, dass ich Menschen, die auch an der Stelle stehen sich umorientieren zu wollen und die nicht wissen was ihre Potentiale und Besonderheiten eigentlich sind, mittels Human Design weiter helfen könnte. Bei mir hatte es unglaublich viele Potentiale zum Vorschein gebracht, die ich teilweise niemals mit mir in Verbindung gebracht hätte. Denen ich Anfangs sogar ablehnend gegenüber stand – wie zum Beispiel dem Thema der Selbständigkeit. Die mir jetzt aber meinen neuen Weg ebnen. Daher bin ich überzeugt, dass dieses Wissen auch anderen helfen würde. 

So voller Euphorie und Klarheit ging ich in den Tag 2 des Bootcamps und wir lösten am Abend die ganzen Ängste, die wir mit dem Thema Selbständigkeit in Verbindung brachten in einem energetischen Clearing auf. So was wie: Angst vor fehlendem Erfolg, Angst vor zu viel Erfolg, Angst vor „selbst“ und „ständig“ und was man sonst so für Ängste zum Thema haben kann. Wer wollte konnte den Zettel mit den Ängsten auch vor dem Schlafen gehen noch verbrennen. 

Was nun passierte war magisch. Ich wachte morgens um 5:40 Uhr plötzlich auf und hatte auf einmal mein komplettes Angebot im Kopf. Verrückt. Ein Teil von mir wollte sich umdrehen und weiterschlafen, aber der andere schrie laut: Du musst das JETZT aufschreiben!!! 

Also holte ich mein Handy und tippte mit einem noch schlafenden und einem vom Handylicht-geblendeten und halb zusammengekniffenen Auge alles was mir in den Sinn kam. „Für Sinnsucher – In 10 Schritten zu deiner Seelenaufgabe.“ Alles floss nur so aus mir raus, inkl. Preis. 

Als alles aufgeschrieben war, war ich super aufgeregt und hellwach. Voller Euphorie postete ich meinen Text in die zum Boot Camp gehörige Facebook-Gruppe um den anderen Teilnehmerinnen von diesen verrückten Erlebnis zu erzählen. Es dauerte keine 2 min, da hatte ich den ersten Kommentar: Oh mein Gott, das kommt wie gerufen! Wo kann ich buchen?

Buchen?! Das war doch erstmal nur so ein daher geschriebener Text. Nicht das jetzt noch mehr Leute buchen wollen! Wann soll ich das denn alles abarbeiten? 😀 

Ich hätte nie gedacht, dass sich meine Aufregung noch weiter steigern konnte, aber dieser Post hat es geschafft.

Und 5 Minuten später: „Ihr Post wurde wegen Werbung gesperrt. Sie Verstoßen gegen die geltenden Gruppenregelungen.“ 

Ups, das wollte ich nicht. Das war nicht meine Absicht, gegen Regeln zu verstoßen. Panik und Schuldgefühle. Ich wollte das „Angebot“ ja gar nicht raushauen, ich hatte auf gegenseitige Hilfestellung in einer Gründerinnen-Gruppe gehofft. So was wie: „Das würde ich aber anders schreiben“ oder „Die Anzahl der Sitzungen fehlt noch“ oder so. Aber zu spät.

Eigentlich habe ich in dem Moment gar nicht nachgedacht, ich habe mich einfach nur gefreut und wollte die Freude teilen. Na gut, also habe ich den Text wieder editiert, den Angebotsteil wieder rausgenommen und nur meine Freude drinnen gelassen. Die Interessentin hat sich allerdings davon nicht beirren lassen und wollte gern das „Versuchskaninchen“ sein, für meinen ersten Auftrag. Verrückt. Und am Ende genau wie bestellt. Ich hatte das Universum die Woche vorher immer wieder gebeten mir eine Testklientin zu schicken, damit ich nochmal testen kann, ob das mit der Selbstständigkeit eine gute Idee ist. Und nun war sie hier, genau EINE Klientin – und nicht mehr dank der Werbewarnung. Alles wie bestellt. 😀

Ich fragte meine Klientin nach ihren Geburtsdaten und staunte nicht schlecht, als sich zeigte, dass unsere beiden Human Design Charts sich komplett ergänzen. Die beiden Center die ich habe, sind die beiden Center die ihr fehlen. Höchstmögliche Anziehung. Und genau das hat man in unseren Zoom-Sitzungen auch gespürt. Wir waren voll auf einer Wellenlänge. Haben sogar eine ähnliche Geschichte. Ist schon lustig wie das energetisch alles so passiert. Wie sich im Laufe des Prozesses rausstellte brauchten wir drei Sitzungen um die 10 Schritte durchzugehen. Zwei davon schafften wir vor meiner Reise zum NLP-Seminar Anfang April, aber die dritte vertagten wir auf danach. 

Nächstes großes Ereignis sollten also das 10 Tage NLP Seminar am Starnberger See über die Osterfeiertage sein. Und ich war immer noch krank. Zwar nicht mehr ansteckend, aber anstatt das die Symptome weniger wurden, kamen sie immer wieder zurück. Es war zum verrückt werden. Seit fast 3 Wochen hing ich nun schon krank und alleine zuhause rum. Ich hoffte und betete, dass ich fahren kann und merkwürdiger Weise war ich tatsächlich am Tag vor der Abreise so weit fit, dass ich es wagen wollte. 

Das Seminar war richtig cool, spannend und horizonterweiternd. Am ersten Tag haben mir die Wangen vor Lachen wehgetan und irgendwann am Ende der Zeit der Po vom vielen und langen Sitzen. Ich habe ganz tolle neue Leute kennengelernt, die teilweise schon das Leben leben was ich mir so sehr wünsche. Ich habe gelernt wie das Gehirn funktioniert, wie man es für sich nutzen kann, habe festsitzende Ängste gelöst, Gefühle die ich mit einem bestimmten Thema verband, gewandelt und neue Techniken kennengelernt, z.B. wie man schlechte Gewohnheiten umprogrammiert. Nur das gemeinsame Abschlussessen am Vorabend des letzten Tages und der letzte Tag haben mich leider in eine unangenehme Stimmung versetzt und voller schlechter Gefühle nach Hause fahren lassen. Zum einen wurden meinen Human Design Pläne kritisiert – allerdings ohne Kenntnis was es genau ist – und zum anderen wurde ein altes Muster in mir aktiviert, was ich gerade dabei war loszulassen: Meine Handlungen von den Erwartungen der anderen abhängig zu machen, und meine Wünsche zurückzustellen. 

Nachdem der Trainer der Meinung war, mir würde eine einjährige Weltreise gut tun, um meinen Horizont zu erweitern und herauszufinden was es außerhalb Ilmenaus noch so alles gibt, haben mich alle 25 Teilnehmer verabschiedete mit: Viel Spaß auf deiner Weltreise und schicke uns Fotos!  

Prinzipiell finde ich das eine sehr gute Idee, die hatte ich sogar bereits selbst, allerdings sehe ich mich nicht ein ganzes Jahr auf Reisen. Und auch wenn es die anderen vermutlich schnell wieder vergessen haben, haben diese 25 positiven Wünsche „Druck“ auf mich ausgeübt, jetzt auf ihren Wunsch hin die Weltreise machen zu „müssen“ – unabhängig davon was ich mir vorgestellt habe. Natürlich weiß ich das das Quatsch ist, aber Wissen und Fühlen sind halt zwei paar Schuhe. Jetzt kann ich gleich ausprobieren, ob ich die richtigen Techniken gelernt habe, diese Wunde in mir zu heilen, damit mich solche Situationen zukünftig hoffentlich nicht mehr so bewegen. 

Während des ganzen Seminars habe ich mich kerngesund gefühlt und voller Energie. Kaum saß ich zwei Stunden im Zug auf dem Weg nach Hause, fing ich wieder an zu Husten. Und kaum Zuhause angekommen, war der Husten unerträglich. Und nicht nur der Husten kam zurück, auch die anderen Erkältungssymptome und das Kranksein und die soziale Isolation gingen von vorn los. Echt merkwürdig und zermürbend. Was wollte die Krankheit mir denn sagen? Das ich nicht mehr in Ilmenau sein soll?

Neben der eher geknickten Stimmung bin ich aber auch mit einem Berg an Literaturempfehlungen und Wissensdurst zurück gekehrt. Und so begann ich gleich zu lesen, hatte ja nun wieder Zeit. Über Seelen, Seelenaufgaben, erweitere Wahrnehmung, Chakras und Auras, Hellsichtigkeit usw. Was für eine hochspirituelle – manch einer wird sagen esoterische – Welt. Aber auf jeden Fall eine Welt die mich magnetisch anzieht. 

Nun war ich also wieder zurück und die letzte Session mit meiner Klientin stand bevor. Immer noch krank, immer noch geknickt vom Seminarausgang  und eigentlich ziemlich energielos hielten wir unsere letzte Sitzung ab und am Ende spürte ich den Impuls sie nochmal genauer nach ihrer Heiler-Ausbildung zu fragen. Jetzt wo ich in diese Welt abgetaucht war, gab es doch nichts besseres als Informationen aus erster Hand zu erhalten. 

Ich erzählte, dass ich gelesen habe, dass manche Menschen nicht nur schwarze Buchstaben in einem Buch sahen, sondern das die Buchstaben angeblich farblich schimmern würden, je nachdem in welcher Stimmung/Verfassung der Autor beim Schreiben war. Das fand ich faszinierend. Und sie sagt: Ähm, ich sehe das auch. Und ich sehe auch deine zwei blockierten Chakras die ganze Zeit. Und der Husten geht nicht weg, weil du nicht deine Wahrheit sprichst. 

What?! Abgefahren! Ich bin mir immer sicherer, dass es keine Zufälle gibt. Es war kein Zufall, dass sie sofort auf mein Angebot reagiert hat, dass unsere Charts sich komplett ergänzen, dass wir unsere Sitzungen nicht vor dem NLP-Seminar geschafft haben (wie ich es eigentlich vorgesehen hatte), nur damit ich jetzt mit meinem neuen Wissen und meiner Neugier nochmal mit ihr sprechen konnte. Faszinierend.

Und es wurde immer verrückter. Ich habe sie gefragt, ob sie mir mehr zu den blockierten Chakras sagen kann, ob sie weiß, welche Wahrheit ich nicht spreche, ob sie mir helfen kann herauszufinden, warum ich mich seit dem Seminar so energielos und ohnmächtig fühle.

Sie war so lieb ihre heilerische Gabe einzusetzen und mal „nachzuschauen“. Das Ergebnis war mehr als verblüffend. Ich möchte nicht auf alles eingehen, weil ihr es vielleicht zu abgehoben findet, aber ein Thema war mega verrückt. Davon möchte ich berichten: Sie sagt der Husten kommt auch aufgrund von Ablehnung. Ablehnung die mir vom Außen entgegen gebracht wird und Ablehnungen die ich mir selber entgegen bringe. Sie sagt sie hat sich dem Thema angenommen und es geheilt und ich soll mal beobachten, wie es damit weiter geht. Ohne vorher zu wissen was genau in meinen Leben gerade passiert, hat sie damit voll den Nagel auf den Kopf getroffen. Die ganzen Tage vorher wurde mir immer Ablehnung entgegen gebracht, wenn mich jemand fragte, wo ich denn jetzt als nächstes arbeite und ich sagte ich will erstmal eine kleine Auszeit machen und dass das passende kommen. Entsetzen, „Kündigen ohne etwas zu haben, macht man nicht“ usw. Natürlich hat mich das jedes mal wieder verunsichert, obwohl ich wusste und fühlte, dass es der richtige Weg für mich ist. 

Schon am Abend nach der Heilung kam die Frage wieder auf mich zu und ich wollte mich innerlich schon wegducken, da hieß es plötzlich: Oh ja, dass machst du richtig. Mach das unbedingt! Das würde ich an deiner Stelle auch machen! 

Ich war total verwirrt. Wo kam der neue Wind denn plötzlich her?! Und seitdem hat nicht einmal nochmal jemand ablehnend reagiert. Echt abgefahren. Auch meine Energie kam zurück, die Krankheit ging weg und die Zuversicht bahnte sich wieder ihren Weg. 

Zumindest bis zum Termin mit dem Arbeitsamt diese Woche Montag, aber das ist eine andere Geschichte, die vermutlich als nächstes folgt 😉

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