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Was meine Füße mit meinem Job zu tun haben … (Teil 3)

Es gibt große Neuigkeiten ihr Lieben und sie sind inzwischen schon eine kleine Weile her. 

Ich hatte diesen Artikel schon lange fertig, aber irgendwie hatte es sich noch nicht nach Veröffentlichen angefühlt, irgendwie war er mir nicht perfekt genug und dann war die Energie Stück für Stück verloren gegangen. Ein bisschen traurig bin ich darüber, aber ich habe durch die Situation wieder was gelernt: „Better done, than perfect“. Beim nächsten Mal werde ich die Energie direkt nutzen und sie nicht wieder verfliegen lassen, nur weil ich unsicher bin. 

Ich möchte den Artikel trotzdem gern mit euch teilen, weil er ganz viele schöne Erkenntnisse und Erfahrungen enthält. Darum lasst uns mal einen Monat zurück springen und in die Geschehnisse von Ende Februar eintauchen:

Es ist einiges passiert in den letzten Wochen. Die Tatsache, dass meine Kollegin nun tatsächlich bald in Elternzeit geht und ich alleine zurück bleibe, hat mir ganz schön zugesetzt. Nachdem innerbetriebliche Abläufe schon mal auf mich alleine umgestellt wurden, habe ich es nicht mehr aushalten können. Ich habe trotz besseren Wissens stundenlang Jobportale durchsucht, um irgendwie einen Ausweg aus der Situation zu finden. Hat es mir gut getan? Definitiv nicht. 

Die Verzweiflung darüber, dass es dort nichts für mich gibt was meine Seele glücklich macht und die Aussichtslosigkeit wie es weiter gehen soll, haben eine Panikattacke nach der anderen in mir ausgelöst. Luftnot, Herzrasen, Schwindel, Ängste, nächtelanges wachliegen. Ich dachte ich drehe durch. Es ist unausweichlich. Ich musste JETZT etwas ändern, sonst gehe ich daran zu Grunde. 

Ich habe jahrelang gehofft, dass in diesem Moment jemand an meiner Seite steht. Ein Partner der mich fest umarmt und sagt: Babe, ich sehe und höre, dass es dir schon lange Zeit nicht gut geht. Wenn du deinen Job verlassen möchtest, bin ich an deiner Seite. Gemeinsam schaffen wir das und finden eine Lösung. Du bist nicht allein. Ich bin bei dir. Ich bin für dich da. Jemand der meine Hand hält, der mir gut zuredet. Der mich nach dem entscheidenden Gespräch in die Arme nimmt, mir sagt, dass er stolz auf mich ist, das es richtig war und das alles gut wird. 

Leider war niemand direkt an meiner Seite, aber ich konnte jetzt nicht mehr warten. Ich hatte schon viel zu lange gewartet und gehofft, dass mir jemand da raus hilft. Da musste ich jetzt alleine durch. 

Ich habe die letzte Zeit sehr viel mit Menschen gesprochen, um mir Rat und Information bezüglich Kündigung, Sperrfristen, Aufhebungsverträgen usw. einzuholen und jeder hatte gute Tipps wie man die Sache anging und was man beachten muss – natürlich jeder aus seiner Perspektive. Ich sollte nichts überstürzen, ich sollte mich kündigen lassen, ich sollte mich erstmal krankschreiben lassen. Und irgendwann wusste ich nicht mehr wo mir der Kopf steht. Ich wollte niemanden enttäuschen, der mir einen Rat gegeben hat und gleichzeitig wusste ich, dass ich nicht mehr warten kann und das der Schmerz so groß ist, dass mir die Sperrzeit langsam egal ist. Das logisch alles Sinn macht, aber mein Gefühl was anderes will. Ich will weder krankgeschrieben sein, noch gekündigt werden. Ich möchte einfach meine Arbeit würdevoll beenden, von mir aus gehen und etwas neues beginnen.

Eigentlich habe ich am Ende nur noch darauf gewartet, dass mir jemand die Erlaubnis gibt zu gehen, auch wenn ich noch nichts neues gefunden habe. Wie sich rausstellte ist „die Erlaubnis bekommen“ eine entscheidende Sache für mich, um zu lernen, dass ich meiner Intuition vertrauen kann und folgen darf, bis ich mutig genug bin mir diese Erlaubnis selber zu geben.

Dann war ich bei einem lieben Freund und Physiotherapeuten der sich beruflich u.a. mit Füßen beschäftigt. Ja, klingt im ersten Moment etwas komisch, ist aber richtig cool. Was die meisten Leute nämlich nicht wissen ist, dass unsere Füße unglaublich viel über unsere Gesundheit aussagen – physisch und psychisch. 

Sie sind ein Spiegel unseres Körpers, unserer Seele und des Geistes. Jeder große Muskelstrang beginnt und endet im Fuß. Alles ist miteinander verbunden. Eine kleine Fehlstellung dort kann wahnsinnige Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben. Du kannst an deinen Füßen zum Beispiel auch ablesen, ob du Probleme mit der Schilddrüse hast, mit dem Kiefer, oder mit der Leber. Jedes Organ besitzt eine spezielle Stelle am Fuß die Aussagen über seinen Zustand zulassen. Bekannt sind diese Stellen aus der Fußreflexzonen-Massage. 

So kann man beispielsweise seine Sehleistung in wenigen Minuten dadurch verbessern, dass an sich auf eine Stachelmatte stellt. Wieso? Weil sich der Körper auf der Matte so platziert, dass man bequem stehen kann und sich alle Muskeln entspannen, bis hoch zur Augenmuskulatur. Ist sie entspannt et voila: besserer Durchblick. Ich finde diese Zusammenhänge wahnsinnig spannend!

Für die jenigen unter euch, die sich ebenfalls dafür interessieren, kann ich sehr das Buch „Füße gut, alles gut“ von Carsten Stark empfehlen. 

Wer mich kennt weiß, dass ich seit Jahren ein großer Fan von Barfußschuhen bin. Weil ich zum einen gerne „zurück zur Natur“ und in dem alten Weisheiten unterwegs bin, aber auch weil ich unter beiden Fußballen eine sehr schmerzhafte Stelle habe, die mir seit Jahren zu schaffen macht. Dicke Hornhaut-Stellen, die den Anschein erwecken, als ob die Füße im vorderen Bereich zusammengedrückt werden. Ich habe gehofft, dass sich durch die breiteren Schuhe die Situation entspannt und die Druckstellen irgendwann weggehen. Denn jeder Schritt ist inzwischen schmerzhaft. Es ist nicht mehr zu ignorieren, dass irgendetwas nicht stimmt. 

Nun haben wir also einen Fußabdruck gemacht um den Schmerz auf den Grund zu gehen. Dabei bin ich im Gehen, mit dem Blick nach vorne gerichtet über eine eingefärbte Platte gelaufen um meinen natürlicher Gang abzubilden.

Fussanalyse

Das Ergebnis war für mich auf den ersten Blick okay – sah erstmal aus wie normaler Fuß, ohne große Auffälligkeiten bis auf die schmerzenden Stellen, die ich ja schon kannte. Die Auswertung vom Experten traf mich allerdings dann doch. 

Man kann den Fuß unterschiedlich einteilen: Der Fersen-Bereich steht für Organe von den Füßen bis zur Hüfte, der Mittelfuß-Bereich von der Hüfte bis zur Brust und der Vorderfuß-Bereich für alles brustaufwärts.

Wenn erste Auffälligkeiten zu sehen sind, kann man sie also direkt zuorden. 

Außerdem kann man den Fuß auch in die „körperliche Ebene“, den Fersen-Bereich, die „geistige Ebene“, den Mittelfußbereich und „seelische/emotionale Ebene“, den Vorderfuß-Bereich einteilen. 

Mein Bild hat nun also ergeben, dass körperlich und geistig alles in bester Ordnung ist. Meine Auffälligkeiten waren ausschließlich im Vorfuß zu finden, im seelischen Bereich, brustaufwärts.

Die gedrungene Anordnung der Zehen verriet, dass ich mich zu sehr einschränken lasse. Das ich mich nicht „entfalten“ kann. Die Zehen ziehen sich regelrecht zurück in ihr „Schneckenhaus“ und das trotz der breiten Barfußschuhe – sie wollen sich quasi nicht entfalten. 

Die Zehen zeigen außerdem ein mangelndes Urvertrauen und mangelndes Selbstvertrauen.

Die zwei Hornhautstellen am großen Zeh stehen für die Halswirbelsäule. Funktional ist hier aber alles in Ordnung, es gab keine Unfälle oder Ähnliches. Was dafür spricht, dass es etwas seelisches sein muss. Ich habe mich direkt an die schlimmen Nackenschmerzen erinnert, die ich jahrelang im Büro hatte und die erst im HomeOffice verschwunden sind bzw. jetzt nur noch selten in stressigen Situationen auftreten.

An der rechten Fuß-Außenkante ist ein sehr starker punktueller Druckpunkt zu sehen und zu spüren. Diese Stelle steht für die rechte Schulter. Und die rechte Schulter macht mir schon seit Jahren Probleme. Obwohl wir sie immer und immer wieder behandelt haben, hat sich einfach nichts verbessert. Funktional ist sie auch völlig in Ordnung, wie sich immer wieder gezeigt hat. Spricht also alles dafür, dass das Problem mit der Schulter auch ein seelisches ist, und das dort ganz viele Emotionen hartnäckig festsitzen: Frustration, Wut, Verbitterung, Enttäuschung, Traurigkeit. Spannend ist nämlich, dass die Schulter nach längeren Urlauben keine Probleme mehr aufgezeigt hat. Was eindeutig für die Emotions-Theorie spricht. 

Und dann kam die größte Baustellen: meine schmerzenden Punkte in der Ballenmitte. Sie stehen für die Bronchien und die Lunge. Mein erster Gedanke war: Komisch, ich hatte eigentlich noch keine großen Probleme mit der Lunge. Okay dann ist das scheinbar auch kein funktional körperliches Problem. Aber die Frage: „Wer oder was schnürt dir die Luft zum atmen ab und hindert dich in deiner Entfaltung?“ hat mir dann sofort die Tränen in die Augen getrieben: ja, da fällt mir einiges ein, u.a. meine Job-Situation. 

Und auch ein weiteres bisher unklares Symptom haben die Füße verraten: Probleme mit den Augen. Vor zwei oder drei Jahren im Winter bekam ich plötzlich ganz merkwürdige Sehprobleme. Super schmerzende Augen und alles wurde unscharf. Ich habe richtig Angst bekommen. Egal was ich versucht habe, es wurde nicht besser. Ich war beim Augenarzt. Alles in Ordnung. Ich habe mir eine Brille machen lassen, die laut meinen Werten nicht unbedingt nötig war – in der Hoffnung, dass sie mir Erleichterung bringt. Das Ergebnis war aber komisch. Wenn ich gerade keine Augenprobleme hatte, dann hat die Brille die Umgebung etwas schärfer gemacht, aber sobald die beschriebenen Augenprobleme wieder auftraten, half auch die Brille nichts. Auch in den letzten zwei Monate hatte ich wieder richtige Probleme mit diesem Phänomen und man kann es an den Füßen sehen.

Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich alles so weit habe kommen lassen, dass ich jetzt bei jedem Schritt den „Schmerz der Situation“ spüre und nicht eher reagiert habe. Aber ich kann es rückblickend nicht ändern. Ich kann nur noch vorne Blicken und jetzt Handeln. Die meisten Menschen haben Angst vor Veränderung und verändern erst etwas, wenn der Schmerz nicht mehr ertragbar ist. Ich glaube für mich ist er jetzt nicht mehr ertragbar. 

Am Wochenende darauf habe ich an einem Online-Seminar teilgenommen. Es ging darum wie man mit Mut in die Selbständigkeit gehen kann. Grundvoraussetzung ist ein guter Zustand von Körper, Seele und Geist.

Man sollte also täglich etwas tun um dem Körper beim Entspannen zu helfen. Ich habe gelernt, dass jedes Human-Design-Profil andere Wege in die körperliche Entspannung hat – Tanzen, Massage, Chakren-Reinigung. Bei mir ist es die Stimme, die ich einsetzen soll. Und ja, tatsächlich kann ich bestätigen, dass ich einmal ein Experiment mitgemacht habe und mich das in die krasseste Meditationsentspannung gebracht hat, die ich jemals erreicht habe. Ich hätte unendlich lang da sitzen können. Ich wollte gar nicht wieder aufstehen, nichts hat wehgetan, innerlich war alles so ruhig wie noch nie zuvor. 

Man sollte sich dafür in den Meditationssitz setzen und der Reihe nach auf die verschiedenen Chakren konzentrieren und die entsprechende Silbe die dazugehört sehr laut vor sich her singen. Besondern die Silbe „Yaaaaaaaaaammmmmmm“ hatte es mir angetan. Sie sitzt im Herzchakra auf Höhe der Lunge. Diese Silbe zu tönen hat dafür gesorgt, dass ich das Gefühl hatte, dass das Wasser in meinen Körper vibriert. Und diese Vibration hat mich absolut ruhig werden lassen. Spannend, dass der Fußabdruck jetzt ja auch auf die Lunge abzielt. 

Lustig ist auch, dass ich früher immer gesungen habe und von mir selber gesagt habe: wenn ich nicht singe, dann ist das ein Zeichen dafür, dass es mir nicht gut geht. Was soll ich sagen, ich habe schon lange nicht mehr gesungen und es ging mir schon lange nicht gut… Spannender Zusammenhang, ich sollte das wieder öfter tun 😉

Aber wieder zurück zu den Füßen. Das Ende von Februar rückte immer näher und setzte mich unter Druck. Jetzt noch handeln oder wieder warten und rauszögern? Ich bin durchgedreht.

Ich habe eine Bewerbung als Grafiker abgeschickt, um mich und alle Welt zu beruhigen das ich sicher bald was neues habe, aber ich habe gleichzeitig gefühlt, dass es nicht das ist was ich will. Nachdem ich sie abgeschickt hatte, bin ich frustriert und unglücklich spazieren gegangen und habe ich die Schmerzen unter dem Fuß bei jedem Schritt gespürt. Wie lange wollte ich mich in meiner Entfaltung noch einschränken? Wie lange noch leiden?

Es war genug. Ich habe mit meiner Mama gesprochen und ihr gesagt, dass ich durchdrehe und doch nur darauf warte, dass endlich jemand sagt ich darf gehen. Und sie hat es gesagt. Und ich habe direkt den alles entscheidenen Schritt gewagt und nach einem Mitarbeitergespräch gefragt. Mir war unglaublich schlecht und schwindelig.

Das Gespräch war unendlich traurig. Menschen enttäuscht zu haben, die mich mögen und die gern mit mir zusammenarbeiten bricht mir das Herz. Aber es ändert nichts daran, dass ich neue Herausforderungen und Aufgaben brauche, die mich wieder mit Sinn und Freude erfüllen.

Ich kann es noch gar nicht richtig fühlen. Aber ich habe mich selber befreit. Und das war gut und richtig.

Und ich habe das NLP-Pracitioner-Seminar im April gebucht. Auf zu neuen Ufern, auf in meine neue Richtung!

Was ich aus der Erfahrung mitgenommen habe? Ich habe die besten Freunde und die tollste Familie, die man sich wünschen kann. Mein Herz schwappt über vor Dankbarkeit für ihre Unterstützung. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft. Danke für alles ❤️

Und ein kleines Wunder ist auch schon passiert: 

Ich höre seit einer Weile keine Musik mehr, da ich gerade super emotional auf Herzschmerz-Lieder reagiere. Und eines morgens nach dem Aufstehen hatte ich ein Lied im Kopf was schon super alt ist: Jimmy Eat World – The Middle. Der Text lautet: „It just take some time, little girl you’re in the middle of a ride, everything, everything will be just fine, everything, everything will be alright, alright.“

Ich musste weinen, ich musste lachen, ich war so berührt und überrascht wo das Lied plötzlich in meinem Kopf herkommt. Es klang nach Hoffnung und Zuversicht. 

Am Wochenende darauf habe ich meinen Bruder und seine Frau besucht. Wir hatten einen tollen Nachmittag und sind Abends noch ins Gespräch gekommen. Es hat sich angefühlt wie ein kleines Coaching-Gespräch, ich durfte Tipps und Wissen weitergeben, ich durfte über HumanDesign sprechen und ich habe innerlich und äußerlich gestrahlt. Es füllt mein Gefäß Menschen Ratschläge zu geben, die ihr Leben leichter machen. 

Als ich nach Hause gefahren bin, habe ich zum ersten Mal seit langen das Radio wieder angemacht. Erst kam Avril Lavinge mit Complicated und ich musste lauthals mitsingen. Ich war so voller positiver Energie und habe drüber nachgedacht, dass ich es mit der Coaching-Richtung unbedingt ausprobieren will, jetzt wo ich bald frei bin. Wenn sich das für mich so gut anfühlt, was habe ich zu verlieren?

Und dann kam, ohne Mist, genau das Lied von Jimmy Eat World, was mir vor ein paar Tagen durch den Kopf ging. Ein Lied was schon uralt ist und wer weiß, ob das jemals schon im Radio kam! Ich konnte es nicht fassen. It just take some time, little girl you’re in the middle of a ride, everything, everything will be just fine, everything, everything will be alright. Ich saß ich im Auto, habe geheult und gelacht vor Glück. Das ist doch unfassbar! Das Universum spricht zu mir und gibt mir Zeichen, das ich auf dem richtigen Weg bin. 

Danke 🙏🏻

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